Gottesanbeterin Arten im Überblick

Gottesanbeterinnen (Mantidae) faszinieren durch ihre Vielfalt: Mit über 2400 Gottesanbeterin Arten weltweit bieten sie eine unglaubliche Bandbreite an Erscheinungsformen und Anpassungen. Im Folgenden werden einige bemerkenswerte Arten vorgestellt, um einen Einblick in die Vielschichtigkeit dieser Insekten zu geben. Eine detaillierte Beschreibung der Indischen Riesengottesanbeterin finden Sie auf der Seite zur Haltung.

Die Europäische Gottesanbeterin

  • Vorkommen: Ursprünglich aus Afrika, heute verbreitet in Europa, Asien und Nordamerika.
  • Größe: Weibchen etwa 7,5 cm, Männchen etwa 5,5 cm.
  • Aussehen: Auffällig grüne Färbung, schlanker Körperbau und ein ausgeprägtes Abdomen.
  • Besonderheiten: Diese Art ist bekannt für ihr weit verbreitetes Auftreten und ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene Klimazonen.
  • Verhalten: Weibchen sind oft territorial und können sich aggressiv gegenüber Artgenossen verhalten.

Die Blütenmantis

  • Vorkommen: Überwiegend in Ost- und Südafrika.
  • Größe: Sehr klein; Männchen ca. 3,5 cm, Weibchen ca. 4,5 cm.
  • Aussehen: Farbige, dekorative Flügel mit weiß-grünen Mustern. Die zahlreichen Auswüchse am Körper verleihen der Blütenmantis ein faszinierendes Erscheinungsbild.
  • Besonderheiten: Ihre einzigartige Farbgebung und die blütenartige Struktur am Körper machen sie zu einem Meister der Tarnung in ihrer natürlichen Umgebung. Ihre Bewegungen ähneln oft denen einer Blume im Wind, was zusätzliche Schutzmechanismen bietet.
  • Lebensraum: Bevorzugt blütenreiche Gebiete, in denen sie perfekt getarnt ist.

Die Boxermantis

  • Vorkommen: Ostafrika.
  • Größe: Sehr klein; im adulten Stadium nur 2-3 cm.
  • Aussehen: Charakteristische, breite Fangarme, die an Boxerhandschuhe erinnern. Die Boxermantis ist meist in Braun- oder Grüntönen gehalten und hat ein auffälliges Abdomen.
  • Besonderheiten: Aufgrund ihrer geringen Größe benötigt sie kaum Platz und ist leicht zu halten.
  • Verhalten: Sehr flink und geschickte Jäger, die ihre Beute blitzschnell ergreifen.

Die Teufelsblumenmantis

  • Vorkommen: Fast ausschließlich in Ostafrika (Äthiopien, Somalia, Tansania, Kenia).
  • Größe: Weibchen erreichen bis zu 11 cm, Männchen sind etwas kleiner.
  • Aussehen: Diese Art beeindruckt durch ihr blumenähnliches Erscheinungsbild, das sie perfekt in ihre Umgebung einfügt. Ihr deutscher Name „Teufelsblume“ spielt auf die exotisch-verspielte, aber auch geheimnisvolle Erscheinung an.
  • Besonderheiten: Gilt als eine der größten und schönsten Gottesanbeterinnen. Ihre Zucht ist jedoch anspruchsvoll.
  • Verhalten: Setzt auf Tarnung und zeigt kaum Aggressionen gegenüber Menschen.

Die Totes Blattmantis (Deroplatys Lobata)

  • Vorkommen: Thailand, Sumatra, Malaysia.
  • Größe: Weibchen bis zu 7 cm, Männchen bis zu 5 cm.
  • Aussehen: Die perfekte Tarnung: Diese Art ähnelt einem trockenen Blatt, sowohl in Form als auch in ihrer braun-grauen Färbung.
  • Besonderheiten: Kann bei Bedrohung ein beeindruckendes Drohverhalten zeigen, bei dem die Flügel gespreizt werden.
  • Lebensraum: Bevorzugt den Waldboden oder Unterholz, wo sie als „totes Blatt“ kaum auffällt.

Mit ihrer Vielfalt und ihren außergewöhnlichen Anpassungen zeigt die Familie der Gottesanbeterinnen, wie facettenreich die Natur sein kann. Jede Art bietet eigene Besonderheiten – von schlichter Eleganz bis hin zu faszinierenden Tarnmechanismen.